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Das Quartett „Bänz Oester & The Rainmakers“, bestehend aus

Nicolas Masson, Tenorsaxophon
Afrika Mkhize, Piano
Ayanda Sikade, Schlagzeug
Bänz Oester, Bass

ist im Herbst 2017 auf Tour:

26.10.           Brugg                                     Gleis 1    
26.10.           Karlsruhe                              Jazzfestival
27.10.           Dortmund                             Domicil
28.10.           Frankfurt                               Jazzfestival
 
09.11.           Winterthur                             Esse Music Bar
10.11.           Arnstadt                                  Jazzclub
11.11.            Bielefeld tbc                            Bunker
12.11.           Hannover                                Tonhalle
13.11.           Freiburg i.B.                            Jazzkongress
15.11.           Wädenswil                              Theater Ticino
17.11.           Arbon                                       Kulturcinema
18.11.           Otelfingen                               Mühle
19.11.           Esslingen                                 Kulturzentrum Dieselstrasse

 

Eine Hochspannungsleitung zwischen Nord und Süd

 

Dass man auf der Basis einer eingängigen Melodie besonders gut ins Jazz-Nirwana vorstossen kann, hat John Coltrane mit seinen magischen Metamorphosen des Musical-Songs «My Favorite Things» auf besonders eindrückliche Weise bewiesen (Coltrane nahm das Stück erstmals 1960 auf und behielt es danach fast bis zu seinem Tod sieben Jahre später in seinem Repertoire).
Die schweizerisch-südafrikanischen Rainmakers um den international renommierten Bassisten Bänz Oester treten auf ihrer zweiten Live-Aufnahme – das Debütalbum entstand 2012 bei der Feuertaufe im Jazzclub Bird’s Eye in Basel – in die Fussstapfen Coltranes: Wie sie mit dem legendären Jacques-Brel-Chanson «Amsterdam» und dem helvetischen Dauerbrenner-Hit «Dr Schacher Seppli» anstellen, ist absolut atemberaubend. Die fünf restlichen Nummern sind nur unwesentlich weniger spektakulär. Die Rainmakers sind also unzweifelhaft eine typische Live-Band. Und darum ist es nur logisch, dass sie sich nicht in ein Studio eingesperrt haben, um ihre zweite CD aufzunehmen: Ein Löwe in freier Wildbahn wirkt ja auch viel majestätischer als im Zoo.
Der fulminanten Band gelingt quasi die Quadratur des Kreises, nämlich die Symbiose von ekstatischer Ernsthaftigkeit und Feelgood-Fröhlichkeit. Kein Wunder, dass das Publikum in Willisau aus dem Häuschen geriet und mit Jubel reagierte (auch von der Kritik gab es Lobeshymnen à discrétion). Dass dieses denkwürdige Konzert nun unter dem Titel «Ukuzinikela» auf Tonträger vorliegt, ist also ein veritabler Glücksfall. Der Name des nostalgischen Schlagerstücks, mit dem das Konzert ausklingt, darf als eine Art Versprechen verstanden werden: «Nach em Räge schint Sunne» (Nach dem Regen scheint die Sonne). Oder anders gesagt: Diese Regenmacher zaubern die Sonne in unser Herz und in unsere Seele – dass sie dabei auf kopflastige Konzepte verzichten, ist Ehrensache.
Willisau ist gemäss Keith Jarrett «einer der besten Plätze für Musik auf der ganzen Welt». In Willisau traten nicht nur unzählige afro-amerikanische Jazzkoryphäen auf, sondern auch so gut wie alle legendären Persönlichkeiten des südafrikanischen Jazz, unter ihnen Abdullah Ibrahim, Dudu Pukwana, Johnny Dyani, Louis Moholo, Makaya Nthsoko und Chris McGregor. Früher flüchteten die meisten südafrikanischen Musiker vor der Apartheid ins Exil. Die neue Generation hat dagegen ihren Lebensmittelpunkt zumeist in ihrer angestammten Heimat, pflegt aber einen regen Austausch mit diversen Jazzszenen, die weiter nördlich angesiedelt sind.
Die Rainmakers sind ein Paradebeispiel für diesen fruchtbaren Austausch zwischen Nord und Süd: Der Bandleader Bänz Oester und Ganesh Geymeier (Tenorsax) kommen aus der Schweiz, der Pianist Afrika Mkhize und der Schlagzeuger Ayanda Sikade zählen zu den neuen Überfliegern aus Südafrika. Zu viert bilden sie eine verschworene Einheit, die sich durch nichts und niemanden auseinanderdividieren lässt. Mit anderen Worten: Wir haben es mit einer Formation zu tun, in der die individuelle Klasse aller Beteiligten nicht in egozentrischer Manier zur Schau gestellt wird, sondern in kollektive Energie umgewandelt wird.
Oester, der eine langjährige Faszination für die überaus reiche Musikkultur Afrikas hegt, sagt es so: «Ich will auf Augenhöhe mit den anderen Musikern kommunizieren. Dafür ist eine gewisse Haltung nötig, die kein Hierarchiedenken verträgt. Mir geht es darum, Grenzen zu sprengen. Ich schreibe niemandem etwas vor – die Musik wird gemeinsam entwickelt.» Und zwar entlang einer Hochspannungsleitung zwischen Nord und Süd.

 

MUSIKER

 

Der Bandleader Bänz Oester ist seit den frühen Achziger Jahren auf der Berner – und der internationalen Jazz-und Improszene präsent mit einer Vielzahl von eigenen und kollektiv geleiteten Projekten und als gefragter Sideman. Zurzeit ist er – neben dem eigenen Quartett – mit dem WHO-Trio (mit Michel Wintsch und Gerry Hemingway) und im Duo mit dem Berner Sänger Andreas Schaerer tätig, als Sideman unterwegs ist er aktuell mit dem Marcus Wyatt Quartet, Fisch im Trio, dem Simon Spiess Trio u.a.
Bänz Oester ist Professor/Dozent an den Musikhochschulen Basel und Lausanne.

www.baenzoester.com

Nicolas Masson kam mit 20 Jahren zur improvisierten Musik, in New York begegnete er Cecil Taylor und J.R. Mitchell, danach studierte er mit Frank Lowe und Makanda Ken McIntyre.
Heute ist er eine der führenden Figuren der neuen Schweizer Jazzszene, mit seinem Trio „Third Reel“ hat er CDs auf ECM veröffentlicht und ist auch mit seinem Quartett Parallels unterwegs. Er spielte mit Ben Monder, Gerald Cleaver, Kenny Wheeler, Kris Davis, Eivind Opsvik, Russ Lossing, Colin Vallon, Tom Arthurs und vielen mehr.

www.nicolasmasson.com

Der südafrikanische Pianist Afrika Mkhize ist in Johannesburg wohnhaft. Mit seinem unverwechselbaren Klavierspiel, als vielseitiger Producer und vor allem als musikalischer Leiter der letzten Band von Miriam Makeba hat er sich in seiner Heimat einen grossen Namen geschaffen, und mit Miriam Makebas Band hat er die ganze Welt bereist.

 

Auch der Schlagzeuger Ayanda Sikade wohnt in Johannesburg, er arbeitet mit vielen prominenten südafrikanischen Musikern zusammen, z.B. Feya Faku, Bheki Mseleku, Robbie Jansen, Barney Rachabane, Darius Brubeck. Er war auch Mitglied in der letzten Band des legendären Saxophonisten Zim Ngqawana.

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Press-Text (en)

Bänz Oester & The Rainmakers, the quartet consisting of Nicolas Masson (tenor saxophone), Afrika Mkhize (piano), Ayanda Sikade (drums) and Bänz Oester (bass) will be on tour in autumn 2017:

Tour dates:

26.10.           Brugg                                     Gleis 1    
26.10.           Karlsruhe                              Jazzfestival
27.10.           Dortmund                             Domicil
28.10.           Frankfurt                              Jazzfestival
 
09.11.           Winterthur                            Esse Music Bar
10.11.           Arnstadt                                  Jazzclub
11.11.           Bielefeld tbc                            Bunker
12.11.           Hannover                                Tonhalle
13.11.           Freiburg i.B.                            Jazzkongress
15.11.           Wädenswil                               Theater Ticino
17.11.           Arbon                                        Kulturcinema
18.11.           Otelfingen                               Mühle
19.11.           Esslingen                                 Kulturzentrum Dieselstrasse

 

 

A high-voltage connection between North and South

That one can successfully venture into jazz nirvana on the basis of a catchy melody, was proven by John Coltrone’s magical metamorphoses of the musical hit, „My Favorite Things“, in a particularly remarkable way. (Coltrane recorded the piece for the first time in 1960 and kept it in his repertoire nearly up to his death seven years later).

The Swiss-South African band The Rainmakers, formed around the internationally acclaimed bassist Bänz Oester, recorded their debut album at Jazz Club Bird’s Eye in Basel (CH) in 2012. On their latest, and second live album, they follow in the footsteps of Coltrane. Their use of the legendary Jacques Brel chanson „Amsterdam“, and the evergreen Swiss hit „Dr Schacher Seppli“, is breathtaking. The five remaining numbers are only slightly less spectacular. The Rainmakers are therefore undoubtedly a typical live band, and that is why it makes sense that they did not lock themselves up in a studio to record their second CD – a lion in the wild is much more majestic than one in the zoo.

This splendid band succeeds in quasi squaring the circle, namely the symbiosis of ecstatic soberness and feel-good happiness. No wonder that audiences in Willisau cheered wildly in response (even some critics discreetly sung their praises). That this memorable concert recording now exists under the title „Ukuzinikela“, is a genuine godsend. The name of the nostalgic pop piece with which the concert fades out, might be understood as a kind of promise: “ Nach em Räge schint Sunne » (After the rain, the sun will shine). Or put differently, these rainmakers conjure up the sun in our hearts and souls – that they refrain from top-heavy concepts, is a matter of honour.

According to Keith Jarrett, Willisau is „one of the best places for music across the globe.“ Not only have countless African-American jazz luminaries performed in Willisau, but just about every legendary personality from the South African jazz scene, among them Abdullah Ibrahim, Dudu Pukwana, Johnny Dyani, Louis Moholo, Makaya Nthsoko and Chris McGregor. During apartheid many prominent South African musicians fled into exile. The new generation, however, is based in their ancestral homeland, but maintain an active exchange with jazz scenes beyond its borders, to the North.

The Rainmakers are a prime example of this fruitful exchange between North and South. The bandleader and bassist, Bänz Oester, and Ganesh Geymeier on tenor sax, come from Switzerland; the pianist Afrika Mkhize and drummer Ayanda Sikade count among the new continent-hopping talents from South Africa. The four of them form a close-knit, inseparable unit. In other words, we are dealing with a formation in which individual strengths are not showcased in egocentric fashion, but are transformed into a collective energy.

Oester, who cherishes a long-standing fascination with the rich musical culture of Africa, puts it this way: „I want to communicate on equal footing with the other musicians. For that a certain attitude, which does not tolerate hierarchical thinking, is necessary. My objective is to break boundaries. I don’t dictate anything to anyone – the music is conjointly developed.“ Namely along a high-voltage connection between North and South.

 

For further informations visit: rainmakers.info

Musicians:

Baenz Oester
Bandleader Bänz Oester has been active in the swiss and international scene of jazz and improvised music since the early eighties as a member of numerous projects on his own or as part of copllective groups. Currently he is playing with his Quartet The Rainmakers, with the WHO-Trio including Gerry Hemingway and Michel Wintsch, in Duo with Vocal artist Andreas Schaerer, and as sideman with Donat Fisch Trio/Quartet, Marcus Wyatt Quartet and others.
Nicolas Masson
After taking the Trans-Siberian train at the age of 19 for a six month-long trip around Asia, Nicolas Masson ended his journey in New York City where he stayed for four months and met Cecil Taylor and Fred Hopkins, studied with Frank Lowe and Makanda McIntyre.
Back in Geneva, he obtained his professional diploma in music teaching and  jazz performance at the Conservatoire Populaire in 2000.
During the years 1999-2001, Nicolas Masson studied with Chris Potter and Rich Perry, lived in New York City for one year, played regularly with Russ Johnson, Eivind Opsvik, Gerald Cleaver.
Recording his own projects for labels such as ECM Records, Clean Feed Records and Fresh Sound / New Talent, Nicolas Masson has become a major figure in jazz in Switzerland. He has worked with many renowned musicians such as Ben Monder, Gerald Cleaver, Kenny Wheeler, Kris Davis, Eivind Opsvik, Russ Lossing, Colin Vallon, Tom Arthurs, Susanne Abbuehl, Clarence Penn and many others.
He teaches saxophone and clarinet at the Conservatoire Populaire de Musique, Danse et Théâtre de Genève and jazz ensembles at AMR.
Nicolas Masson is also active as a photographer, realizing numerous portraits and personal works which have been the subject of several album covers for ECM Records.

www.nicolasmasson.com

Afrika Mkhize
South African pianist Afrika Mkhize is living in Johannesburg. He has made himself a big reputation with his distinctive piano-playing, as a versatile producer and as musical director in Miriam Makebas Band.

Ayanda Sikade
Drummer Ayanda Sikade is also living in Johannesburg, he is playing with many famous South-African musicians such as Feya Faku, Bheki Mseleku, Robbie Jansen, Barney Rachabane, Darius Brubeck and many others. He was also member of legendary saxophonist Zim Ngqawana’s band.

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credit: all photo Hanna Schiess


 


 


 

 
 

 

 

 

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